Die Küken haben heute Tag 20.
Die Ziegen sind geschätzt schon bald am Termin.
Wir sind nervös vorfreudig.
über das, was hier geht und entsteht
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Wir sind in der Warteschlaufe.....
Die Küken haben heute Tag 20. Die Ziegen sind geschätzt schon bald am Termin. Wir sind nervös vorfreudig.
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Nach 2 Tagen Malerarbeit haben wir nun einen wunderschön schneeweiss neu gekalkten Stall.
Die Kalkfarbe dazu rühre ich immer selber an,- nur schon deshalb, weil das Anrühren Freude macht:). Das milde Wetter machte es möglich, zwischenzeitlich die Ziegen und Ponys auf die Weide zu bringen. So hatten wir freie Bahn beim pinseln und viel Frische Luft welche dazuu beitrug, dass die Wände sehr schnell trockneten. Es ist immer wieder faszinierend, wie weiss der Kalk an den Wänden fast schon zu leuchten beginnt, sobald der Anstrich trocknet. Die Kalkfarbe dient übrigens nicht nur der schönen, frischen Optik, sondern vorallem auch der Hygiene, da Kalk eine reinigende und desinfizierende Wirkung auf das Stallklima hat. Hier im Februar schon imkerliche Themen zu erwähnen fühlt sich seltsam an, doch bei der Reinigung der Unterböden gestern bei Flugwetter hab ich die toten Bienen (es ist absolut normal, dass sich über die Wintermonate einiges an Totenfall im Unterboden ansammelt) in einen Eimer gekehrt.
Dort fiel mir nun auf, dass eine grüne Reinzuchtkönigin dabei war. Die vom Volk 7, meinem absoluten "Mustervolk" aus dem Jahr 2025. Hm. Es kann nun also sein, dass sich das Volk bei der Auswinterung weisellos zeigt,- oder aber dass sie eine sogenannt "stille Umweiselung" vorgenommen haben. Das werde ich so gegen mitte März wissen. Es bleibt also spannend! Die 3 Völker welche vorige Woche "im Asylstatus" bei mir hinzugestellt worden sind, haben zuviele Milben auf der Varroaschublade. Das besorgt mich und macht mich unruhig, da alle anderen Völker an meinem Stand derzeit keinen Milbenfall aufweisen und ich eine Reinvasion um alles verhindern will.
So nutze ich das milde Wetter heute vormittag um diese drei Bienenvölker mit Oxalsäure zu bedampfen. Kurze Zeit danach herrscht bereits Flugwetter und es ist schön zu sehen, wie bis 15 Uhr alle Völker am Stand ihre Vitalität mit regem Bienenflug zeigen. Heute ist Maria Liächtmess. Das Licht kommt wieder!
Es wurde es am frühen Nachmittag bis zu 10 Grad mild. Und die Bienen nutzten dies für einen Reinigungsflug. Nicht alle Völker, aber zumindest einige davon. Auch 2 von den 3 Neuankömmlingen flogen sich neu auf den Standort hier bei uns oben ein. (PS: Wenn man Völker innerhalb der Bienenflugzeit in kurzen Distanzen umstellen mag, muss man dazu einen Abstand von mind. 3km (also ausserhalb des Flugradius) für ca 3 Wochen einnehmen und DANN erst die Völker umstellen. Da diese Zuwanderer hier aber weniger als 3km entfernt standen, war es ein grosser Vorteil, dies in der flugfreien Winterzeit zu machen. Denn wenn Bienen längere Zeit nicht ausfliegen, dann fliegen sie sich bei erstem Flugwetter ohnehin wieder "neu ein".) Eigentlich war der Plan heute nur einen Sonntagszopf zu backen und dann so wenig wie möglich zu tun.
Doch dann kam alles anders. Eine Freundin fragte mich an, ob ich nicht ihre Bienenvölker übernehmen könnte. Sie würde sich über die Arbeit der Imkerei nicht mehr hinwegsehen und sei überfordert. Hm. Überfordert klingt bekannt. Bienenvölker auch. Also sag ich "Ja." Dass es dann aber 3 Völker sind statt wie angenommen bloss 2 erkenne ich erst, als ein für einen Rückzug schon zuspät ist. Für 2 der Völker habe ich noch Platz auf meiner Bienenbrücke. Das dritte Volk muss etwas abseits auf Betonziegel gestellt werden. Hm. So. Nun hab ich also 12 Völker statt der üblichen 8 bis maximal 10. *schluck* So langsam aber sicher kommt die langersehnte Ordnung in den Holzplatz.
Mein Tennisarm an dem ich nun schon seit den ersten Adventstagen rumbastle reagiert bei jedem Arbeitsschritt mit akutester Beleidigung, doch es gibt Momente da lässt sich darauf keine Rücksicht nehmen. Heute wollte ich die armdicken Äste wegräumen. Da meine Motorsäge stromgebunden ist, der Holzplatz aber weit weg am Waldrand liegt, konnte ich mir eigens dazu für heute eine Benzinsäge ausleihen. Ein lieber Nachbar vertraute mir seine dazu an. Die Säge aber wollte gar nicht so recht und so musste ich die Aktion abbrechen, bevor sie wirklich beginnen konnte. Abhaken unter "Doofheiten des Lebens". Mütze richten. Weitermachen. Plan "B" : Ställe ausmisten. Nein, man braucht keine Schierlampe, um Kükeneier im Brutapparat zu schieren. Es reicht ein gut abgedunkelter Raum und eine Stirnlampe mit ordentlicher Leistung.
Wir geduldeten uns einfach bis es draussen einnachtete und haben die Eier dann durchleutet. Angesichts der Tatsache, dass dieser Brutapparat erstmals bei uns zum Einsatz kommt, ist das Ergebnis geradezu berauschend: von 19 Eiern waren sage und schreibe SIEBZEHN befruchtet!!! Ich kanns noch immer kaum glauben. Und es hat mich aufs Neue berührt, diese feinen Aderzeichnungen im Ei erkennen zu können und das Herz des sich entwickelnden Kükenembrios schlagen zu sehen. Was für ein Wunder des Lebens,- und das in einem so unnatürlichen Plastikbrutkasten mitten im Wohnzimmer. Derzeit sind alle unserer 4 Ziegendamen trächtig.
Eine davon hat einen so ausladenden Bauch, dasss sie kaum mehr durchs Türchen sausen kann, wenn wir das Tor nicht ganz weit aufhalten. Nun wäre Rechnen angesagt, doch da wir einen Bock in der Herde hatten, ist der genaue Deck-Zeitpunkt unklar. Logischerweise gilt selbiges sohin auch für den Geburtstermin. Schätzen würde ich 1. Februarwoche. Aber ich hab schon bei sovielen Geburtsterminschätzungen weit daneben gelegen, dass auf meine "Expertise" in diesem Falle getrost verzichtet werden kann. Eine Glaskugel wäre genau so zuverlässig.....oder eben auch nicht. Auspacken.
Anleitung studieren. Aufheizen. Eier rein. ....und nun 21 Tage warten! |
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