Kaum Schnee zum Schaufeln, kaum Minusnächte.
Dann aber kam es anders und ich erlebe grad meinen härtesten Winter hier am Hof!
Obschon ich vor Weihnachten meinen Brennholzvorrat bis obenan aufgefällt habe und die Motorsäge echt grosses leisten musste, damit ich all das Holz vom Wald runter ofenfertig vorbereiten konnte, ist nun nicht mehr viel da.
Ich feuere von morgens früh um 5 Uhr bis abends durch un dennoch hat es, wenn der Wecker klingelt, in der Küche (unserem wäremsten Raum) kaum mehr als 14 Grad.
Aussentemperatur -10 Grad.
Es gilt Brennholz zu sägen; Brennholz kistenweise vorzubereiten, reinzutragen, leere Kisten rauszutragen, Aschebehälter zu leeren, den Ofen zu reinigen und ich bin froh, so in einem Aufwisch dank unsres wasserführenden Küchenherdes wenigstens gleich auch damit kochen zu können und das Warme Wasser im Boiler bereitstellen zu können.
Das zum "Innendienst".
Draussen gehts ebenso intensiv weiter: Es gefrieren laufend alle Trinkwasserbehälter bei den Wachteln, Hennen, Enten und Gänsen, (vom Badeteich spricht längst keiner mehr, denn der wurde zum Eislaufplatz) und ich muss neues Wasser herbeischaffen.
Im Stall hab ich Frostschutzheizkabel verlegt um ein gefrieren der Selbsttränkebecken bei den Ponys und Ziegen zu verhindern. Dennoch fror dort heute eine Leitung fest. Die Ponys bekamen folgedessen Stallarrest (sie mussten als "Stallheizung" gebraucht werden und ich schloss so kurzerhand den Aussenauslauf ab) und die Ziegen später ebenfalls.
Nach 8 bangen Stunden wurde der Tränker wieder frei und das Wasser fliesst wieder.
Gott-sei-Dank!
Ansonsten gibts klamme Finger, taube Fingerspitzen und zum Glück ein warmes Haus, wo ich immer wieder kurz mal auf "defrost-Modus" gehen kann bevor ich draussen weitermache.
Gut gibts sauwarme Thermostiefel und gestrickte Unterwäsche. Sonst würde ich das echt nicht überleben!
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